Alternative Bestattungsformen: die Baumbestattung oder auch Waldbestattung

Die letzte Ruhe in der grünen Natur

Asche, die am Strand verstreut wird, Urnen auf dem Kaminsims oder Beerdigungen an den Wurzeln eines Baumes. Solche Bilder kennen die meisten nur aus amerikanischen Filmen, denn in Deutschland werden Bestattungen durch gesetzliche Vorschriften immer noch stark reguliert. Trotzdem sind mittlerweile auch bei uns neue und außergewöhnliche Bestattungsformen auf dem Vormarsch. Die gestiegene Bedeutung von Individualität und Mobilität unserer Gesellschaft spiegelt sich auch immer mehr in der Bestattungskultur wieder. Eine besonders beliebte Beisetzungsart ist mittlerweile die Baumbestattung, auch unter dem Namen Waldbestattung bekannt. Die Baumbestattung bietet eine stimmungsvolle Ruhestätte in der Natur und ist so eine echte Alternative für alle, die sich eine naturnahe Bestattung wünschen.

Vorgehen bei einer Baumbestattung

Baumbestattung

Der Baumbestattung geht eine Feuerbestattung voraus. Die Urne des Verstorbenen wird im Wurzelbereich eines Baumes beigesetzt. Der Baum kann oft selbst gewählt werden – entweder von Ihnen persönlich in einer Vorsorge oder dann später von Ihren Angehörigen. Für weitere Familienangehörige kann ebenfalls ein Platz an diesem Baum reserviert werden. In einem Wahlgrab können mehrere Familienmitglieder bestattet werden. An der Urnengrabstelle wird dann eine Tafel mit dem Namen der dort Bestatteten aufgestellt, so dass ein Ort der Erinnerung entsteht. Eine weitere Möglichkeit ist die Bestattung in einem anonymen Einzelgrab.

Urnenkränze oder andere Dekorationsgegenstände werden nach der erlaubten Trauerzeremonie bei den meisten Orten entfernt, damit der natürliche Zustand erhalten bleibt.

Inmitten des naturbelassenen Friedhofsgeländes oder in extra Arealen, wie beispielsweise dem Ruheforst oder dem FriedWald finden die Hinterbliebenen an der Urnengrabstelle somit einen Ort der Ruhe und des Trostes. Außerdem entsteht durch die Lage der Urnengrabstellen unter Bäumen kein Pflegeaufwand, da die Grabpflege von der Natur übernommen wird.

Ortsvorschläge für eine Baumbestattung

In und um Berlin haben Sie die Möglichkeit einer Baumbestattung beispielsweise an folgenden Orten:

Evangelischer Südwestkirchhof Stahnsdorf
Seit 1909, südwestlich von Berlin, einer der bedeutendsten und größten Friedhofsanlagen in Deutschland, zweitgrößster deutscher Friedhof nach Hamburg-Ohlsdorf, viele berühmte Persönlichkeiten fanden auf dem Gelände ihre letzte Ruhe, von Rudolf Breitscheid über Gustav Langenscheidt bis zu Heinrich Zille

Evangelischer Friedhof Nordend
Um 1900, inmitten des Berliner Ortsteils Nordend, Naturfriedhof, wurde nach dem Mauerbau zu einem Friedhof zusammengefasst

RuheForst Nauen
Seit Anfang 2008, nordwestlich von Berlin, nahe der brandenburgischen Stadt Nauen, auch RuheBiotop genannt

FriedWald Fürstenwalde
Seit Juni 2006, südöstlich von Berlin, nahe Fürstenwalde, Bäume in Kooperation mit dem WWF für Spenderinnen und Spender

Ostkirchhof Ahrensfelde
Seit Juni 1908, nordöstlich von Berlin, in der brandenburgischen Gemeinde Ahrensfelde, parkartig angelegt

Trauerfeier und Abschiednahme – vor oder nach der Beisetzung

Wir stellen eine nach Ihren Wünschen ausgestaltete Trauerfeier und Abschiednahme im Julius Grieneisen Haus zusammen und organisieren für Sie und Ihre Trauergäste den Transport zum und vom Friedhof sowie die Bewirtung nach der Beisetzung in den eigenen Räumlichkeiten.

Sprechen Sie uns gerne an oder schreiben Sie uns, wenn Sie einen Termin für eine Vorsorge, eine Führung oder weitere Beratung machen möchten.


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