Bestattungskosten und Ansprüche zur Deckung der Kosten

Die Bestandteile der Bestattungskosten

Die Ausgaben für eine Bestattung setzen sich aus verschiedenen Kosten und Gebühren zusammen. Zu den Kosten des Bestatters kommen Gebühren, auf die das Bestattungsunternehmen jedoch keinen Einfluss hat. Die Gebühren wurden in den letzten Jahrzehnten stetig erhöht, wie wir es Ihnen in den beiden Diagrammen, veranschaulicht abgebildet haben.

Kostendiagramm

 

 Unabdingbare Kosten wie etwa für den Sarg und die Urne, für Ausstattungsartikel – Rückgang des Anteils an den Gesamtkosten einer Bestattung um etwa 25 %.

 Dienstleistungen rund um den Todesfall, beispielsweise die Organisation der Feierlichkeiten und Dokumente, die Überführung und die Versorgung des Verstorbenen – Anstieg des Kostenanteils um etwa 5 %, da die Ansprüche an Zusatzleistungen zugunsten einer individuelleren Beerdigung gestiegen sind.

 Amtliche Gebühren z. B. für eine Kremierung, den Friedhof, die Dokumente des Standesamts, Genehmigungen – Anstieg des Anteils um etwa 20 %.

Der Umfang der Leistungen hängt von Ihren individuellen Wünschen ab, die wir im Vorfeld exakt mit Ihnen abstimmen. Wir legen für Sie zunächst auch Fremdkosten aus, beispielweise für die Musik, den Redner oder den Blumenschmuck. Mit Ihrer Rechnung erhalten Sie eine detaillierte Aufstellung der erbrachten Leistungen und so die volle Transparenz hinsichtlich der Preise, Gebühren und Leistungen. Nachfolgende Kosten entstehen durch das Grabdenkmal, die Bepflanzung und die Grabpflege.

Die Bestattung ist ein einmaliges Erlebnis, welches nicht wiederholt werden kann. Wägen Sie daher alle Entscheidungen ab und lassen Sie sich gut und ausführlich beraten. Aus aktuellem Geldmangel oder falschem Wissen heraus, können sich Konsequenzen ergeben, die Sie vielleicht später bereuen. Hilfreich ist immer die Festlegung bezüglich der eigenen Bestattung in einer Vorsorge oder sogar die finanzielle Absicherung – zu Lebzeiten.

Versicherung

Ansprüche im Todesfall

Sterbegeld
Das gesetzliche Sterbegeld wurde am 1. Januar 2004 abgeschafft, erworbene Ansprüche kommen grundsätzlich nicht mehr zur Auszahlung. Im Einzelfall bestehen jedoch noch Ansprüche aus Sterbekassen, betrieblichen Vorsorgen, Unfallversicherungen oder weiteren Versicherungen. Zudem besteht die Möglichkeit aus einer privaten Sterbegeldversicherung finanzielle Mittel zu erhalten.

Lebensversicherungen
Besteht eine Lebensversicherung oder eine private Rentenversicherung ist die jeweilige Gesellschaft sofort zu informieren. Die Auszahlung der Versicherungsleistung wird unter Einreichung der Sterbeurkunde, des Versicherungsscheins sowie – sofern sie nicht durch ein Bezugsrecht im Vertrag geregelt ist – des Erbscheins beantragt.

Rentenansprüche
Grundsätzlich kann für den Ehepartner und Kinder (minderjährig oder ohne Einkommen) ein Antrag auf Hinterbliebenenrente gestellt werden. Dazu werden benötigt: Sterbeurkunde, Heiratsurkunde beim Ehepartner, Geburtsurkunde, Versicherungskarte und, falls vorhanden, Rentenbescheide. Falls der Verstorbene eine gesetzliche Rente bezog, kann ein Antrag auf Witwen- / Witwer-Vorschusszahlung (drei Monatsrenten) gestellt werden.

 


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